Kategorie-Archiv: Dumm gelaufen

Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Werbeland?

Gestern sah Spießer Alfons einen TV-Spot von Euronics und hörte dabei die Deutsche Nationalhymne. Der Hörer wollte seinen Ohren nicht trauen, denn auch der dümmste Werber weiß, dass man unsere Nationalhymne nicht als quasi Jingle in der Werbung verwenden darf.

Und so glaubt der Spießer, dass er sich einfach nur verhört hat. Doch so einen TV-Spot kann man ja nicht nachblättern wie eine Anzeige in einer Zeitschrift. Darum die Frage: Gibt es in der spießigen Lesergemeinde vielleicht in Mitglied, das dieselbe Werbehymne wie Alfons im TV-Spot von Euronics mit eigenen Ohren vernommen hat…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. April 2018

Der Kunst-Direktor-Klub und die Deutsche Sprache

Heute mal ein kleines Rätselspiel um die Deutsche Sprache. Bitte, lest die nebenstehende Meldung vom ADC und zählt die Rechtschreib-, Interpunktions- und Grammatik-Fehler in diesem kurzen Text! 

Natürlich können wir solche Mangelhaftigkeit nicht tadeln, denn bestimmt stammt dieser Text von einem Flüchtling, der Asyl gefunden  hat beim ADC und sich dort integriert hat. Und dafür beherrscht er unsere Sprache schon sehr gut. Und Englisch kann er auch.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. April 2018

Schlechte Arbeitsleistung sorgt für Preisverfall

Wie schlechte Arbeitsleistung von Mitarbeitern zum Preisverfall von Produkten führen kann, zeigt uns aktuell ein Verein der Fußball-Bundesliga, nämlich der Hamburger Sportverein: Wie der Club in der Tabelle gefallen ist, so ist auch der Preis gefallen für das Buch „Mit der Raute im Herzen – die große Geschichte des Hamburger Sportvereins“: Von vordem 30 Euro auf nunmehr 6,99 Euro. Und dieses „Top-Angebot“ sah Spießer Alfons in der Hamburger Thalia-Buchhandlung sogar auf zwei Sondertischen.

Ja, der HSV steht auf dem letzten Tabellenplatz und damit vor dem Abstieg. Da hat es sich bei den Fans ausgerautet. Und noch eine gute Nachricht für die letzten Hardcore-Fans: Die Eintrittspreise in der nächsten Saison des Vereins werden auch günstiger sein als in der Bundesliga. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. April 2018

HSV: Wie ein Werbepartner des Sportvereins quasi mit absteigt

aus: BILD ONLINE

Der Hamburger Sportverein, kurz HSV genannt, steht in der Bundesliga aktuell auf dem letzten Platz. Nicht mal ein Wunder wird die Mannschaft noch vor dem drohenden Abstieg retten. Und aus ehemaligen Fans sind nun Chaoten geworden. Kurzum: Der Verein steckt sich in der größten Krise seines Bestehens – siehe Bericht auf BILD ONLINE!

Apropos Werbung: Am Wochenende kam Spießer Alfons an einem Laden vom Klamottenhändler Anson’s in Hamburg vorbei. An der Ladentür verkündet man stolz: „ANSON’S – OFFIZIELLER FASHIONPARTNER DES HSV“ – siehe Abbildung rechts!

Tragikomisch, findet Ihr nicht, liebe Freunde der Werbung…?!

Da fällt dem Spießer nur der alte Spruch vom alten Friedrich ein, nämlich Schiller, der geschrieben hat: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet!“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. März 2018

Hollywood in deutschen Einkaufszentren

In Hollywood werden Kulissen für Filme errichtet. In Russland kennt man die berühmten Potemkinschen Dörfer. Und in der Wüste Sahara sieht man häufig eine Fata Morgana. Und in deutschen Einkaufszentren…?

In deutschen Einkaufszentren gibt es die vorgespiegelten Läden. Was meint: Die Läden stehen total leer, aber die Schaufensterscheiben und Eingangstür sind beklebt, und zwar mit einem plakatierten Ladeninhalt – wenn Ihr Euch bitte mal die beiden Bilder anschauen wollt, liebe Lesergemeinde!

Das ist eine echt coole Geschäftsidee! Denn nichts ist schlimmer in Einkaufszentren, als wenn dort Läden leerstehen. Und mit der Deko wird den Passanten ein Ladenbetrieb suggeriert, den sie im Vorbeigehen unterschwellig aufnehmen. Und mal ganz ehrlich: Sieht das nicht besser aus, als neutral verklebte Schaufensterscheiben…?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Februar 2018

Wie kommen Werbegestalter in den 7. Werbehimmel…?

Es gibt Werber, die wollen hoch hinaus. Zum Beispiel in Cannes. Oder in New York und Hamburg. Hier wie dort wollen sie Preise erzielen. Also nicht etwa die Preise an den Ladenkassen der Verbrauchermärkte in Deutschland, sondern Preise bei Werbewettbewerben wollen sie gewinnen. Kurzum: Diese Werbejünger denken nicht an die wirtschaftlichen Ziele ihrer Kunden, sondern sie träumen von Ruhm und Ehre ihrer Agentur und letztlich ihrer eigenen Person. Und deshalb denken sie permanent über Gold-Ideen nach.

Zielgruppen für Gold-Ideen sind nicht etwa Lieschen Müller & Gottlieb Schulze, die gemeinen Konsumenten, sondern Zielgruppen für Gold-Ideen sind Jury-Mitglieder bei Werbewettbewerben. Wer dort eine Gold-Idee einschickt, wirbt damit zwar im Wolkenkuckucksheim aber für den Ruhm seiner Werbeagentur und die Ehre der eigenen Person.

Wie aber erreicht man die Beachtung der göttlichen Jurys im Wolkenkuckucksheim? Spießer Alfons verrät es Euch: Ihr müsst einen Anschlag auf die Damen und Herren verüben! Genauer: Einen Plakat-Anschlag. Denn damit kommt Ihr so hoch hinaus, dass das gemeine Konsumentenvolk gar nicht mehr wahrnehmen kann, um was es dort eigentlich geht. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Januar 2018

Zielgruppen-Ansprache eines Zahnarztes in Hamburg

Die Hansestadt Hamburg hat verschiedene Stadtteile, die mehr oder weniger vornehm sind. Der Stadteil Ottensen gehört eher zu den vornehmen, wohingegen der Stadtteil Altona mit dem Vergnügungsviertel St. Pauli eher zu jenen Teilen der Stadt, wo einem Menschen auf dem Kiez schon mal die Fresse poliert werden kann.

Ein Zahnarzt in Ottensen jedoch droht, den Bürgern die Fresse zu polieren – wenn Ihr bitte mal auf das City-Light-Poster blicken wollt. Und eine unbekannte Hand hat dazu am Fuße den Hinweis „Labor“ geschrieben, offenbar als Hinweis dafür, dass er dort einschlägige Erfahrungen gemacht hat.

So sieht der Spießer das Poster als Warnhinweis auf die angegebene Praxis. Denn es ist durchaus ein Unterschied, ob ein Zahnarzt uns die Zähne polieren will oder die Fresse – wenn Ihr Euch bitte mal bei Eurer Krankenkasse danach erkundigen wollt, liebe Freunde der Werbung!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Januar 2018

Mäuse fangen mit Bio-Technik – voll im Trend!

Bio ist in. Ob an der Käsetheke, am Gemüsestand oder beim Wurstsortiment und im Getränkeregal: Nur wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin. Und nicht nur das, was wir schlucken, sondern auch das, was wir tragen und auftragen, muss Bio sein: Klamotten, Kosmetik und Reinigungsmittel. Und es gibt auch Bio-Technik, wie Spießer Alfons im Handel entdeckt hat.

Im Foto sehen wir ein biotechnisches Gerät, und zwar eine Mausefalle mit dem Aufdruck „Bio Technic“. Das Holz stammt demnach aus biologisch kontrolliertem Anbau, und der Draht ist wahrscheinlich biologisch abbaubar. Aaaber…

…was ist, wenn der Betreiber dieser Bio-Mausefalle gar keinen Bio-Käse oder Bio-Speck in sein Bio-Gerät steckt, bevor er es vor das Mauseloch stellt? Wenn er zum Beispiel einen Kunstkäse verwendet? Oder Speck von Schweinen, die kein Bio-Güte-Siegel auf der Schwarte tragen? Gar nicht auszudenken, was für schädliche Folgen das für die Maus haben würde, wenn sie in diese Falle tappt!

Der Spießer greift übrigens weder zu Käse noch zu Speck. Sondern zu einem Korn.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. Januar 2018

Trinken die Protagonisten in der Geldermann-Werbung lieber Rotwein statt Sekt…?

Im Bilde einer Geldermann-Anzeige sehen wir eine Flasche Sekt und zwei Gläser. Das hat der Fotograf scharf ins Bild gebracht. Die Konsumenten hingegen, eine Dame und zwei Herren, die verschwimmen unterbelichtet im Hintergrund. Warum…?

Hat der Fotograf bei seiner Arbeit vielleicht zuviel Geldermann getrunken? Richtig ist: Wenn man sich das Foto ganz genau anschaut, dann erkennt man: Beide Männer halten in ihren Händen ein Glas mit einer dunklen Flüssigkeit, die an Rotwein denken lässt statt an Sekt. Kein Wunder, dass die Sektkellerei das nicht so präsent im Werbebild haben wollte!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Januar 2018

Johann Lafer lädt ein, in seine verkehrte Welt zu kommen

Wer oder was ist Johann Lafer? Johann Lafer, liebe Stammgäste von McDonald’s, ist ein Promi-Koch, bekannt aus Küche, Klatsch und Fernsehen. Und Johann Lafer ist „das Journal für den guten Geschmack“.  Wohingegen andere Journale vermutlich für den schlechten Geschmack sind. Und Johann Lafer sagt uns in einer Anzeige: „Willkommen in meiner Welt“.

Was ist das Besondere in der Welt des Johann Lafer? Spießer Alfons weiß es: Die Welt des Johann Lafers ist eine Wunderwelt. Wie die von Alice, bloß dass das weiße Kaninchen bei Johann Lafer in der Bratröhre landen würde. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Dezember 2017