Ess ist ein Rätsel: Wie kann ein verstorbener Ruderer für den Handball leben…?

Lidl ist nach eigener Werbeangabe „offizieller Lebensmittel-Partner“ vom Deutschen Handballbund. Und während die Handballer gerade verzweifelt um den Europa-Titel kämpfen, kämpft Lidl mit der deutschen Sprache. Und diesen Kampf scheint der Lebensmittel-Discounter bereits verloren zu haben.

Für die voranstehende Feststellung gibt es ein verbales Corpus Delicti, nämlich einen Claim von Lidl und also lautend: „ESS! LEBE! HANDBALL!“ Und da lesen wir doch einen falschen Imperativ oder…?

Natürlich kann kein Texter so dämlich ungebildet sein, den Konsumenten in falschem Befehlston anzusprechen. Und bevor das veröffentlicht wurde, haben bestimmt ein Dutzend Lidl-Leute draufgeschaut, um den Claim abzunicken. Auch das können nicht allesamt Doofis sein.

Also könnte „ESS“ auch der Name eines Sportlers sein, nämlich Émile Ess! Der aber ist kein deutscher Handballer, sondern es ist ein Schweizer Ruderer. Und „LEBE!“ passt zu dem Mann gar nicht, denn Émile Ess ist bereits vor 30 Jahren gestorben.

Darum die Frage von Spießer Alfons an den Textdichter von Lidl: Wer ist diese/r Ess, die oder der für den Handball leben soll und vom Deutschen Handballbund zwangsernährt wird, weil die Spieler ihre Nahrung nur von Lidl aufnehmen dürfen…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 13. Januar 2020

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