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Wie geil ist das denn?! „Emma“ kontert „Bett1“

In aller Regel spießt Alfons die Werbung auf, die irgendwelche Macken hat. Heute aber bringt der Spießer Euch ein Beispiel dafür, wie toll und überzeugend eine Anzeige sein kann. Und zwar die vom Matratzen-Hersteller „Emma“, die ganzseitig in der BILD-Zeitung gestanden hat.

Spießer Alfons muss Euch die Hintergründe für die Werbebotschaft in dieser Anzeige nicht erläutern, wenn Ihr daheim einen Fernseher habt. Dann nämlich kennt Ihr den Grund für diese Anzeige:

Chapeau für den gelungenen Konter auf die Werbung des Wettbewerbers!

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. März 2021

Bei Amazon werden tatsächlich Pharmazieprodukte ohne Wirkung angeboten…?

Spießer Alfons bekam eine Werbung per E-Mail für eine „Aktiv-Moossalbe“. Und er erfuhr, dass diese Salbe „die unbedenkliche Alternative zur Nadel“ ist. Zwar hängt Alfons nicht an der Nadel und hat alle Nadeln im Nähkasten, die aber nicht bedenklich sind; trotzdem war der Spießer neugierig und hat die Moossalben-Werbung bis zum Schluss gelesen.

Und am Ende fand der Leser ihn dann, nämlich den Warnhinweis. Der Verkäufer der Moossalbe verweist  auf Apotheken für den Erwerb seines Produktes. Mehr noch: Er setzt sogar das berühmte Apotheken-A in seine Werbung, was nach spießiger Meinung  gar nicht statthaft ist. Und dann folgt auch noch ein „wichtiger Hinweis“ und also lautend:

„Bei Amazon werden ähnliche Produkte ohne Wirkung angeboten. Um sicherzustellen das Originalprodukt zu erwerben empfehlen wir generell den Kauf direkt beim Hersteller unter www.moossalbe.de oder in der Apotheke (PZN – 16135179).“

Mit anderen Worten: Die Firma beschuldigt Amazon betrügerischer Geschäfte. Das ist schon sehr mutig, denn Amazon beschäftigt Rechtsanwälte, die nicht unbedingt zimperlich auftreten.

Postskriptum: Dass in Apotheken sehr viele Produkte angeboten werden, die keine Wirkung haben, sei nur der Vollständigkeit halber in diesem Blog-Eintrages erwähnt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Januar 2021

Wer hat Guido Maria Kretschmer verunsichert, verängstigt und verletzt…?

Auf offener Straße hat ein Mann den Spießer angeblickt, und zwar auf einem City-Light-Poster. Darauf las Alfons sechs Wörter in folgender Reihenfolge: „Verliebt. Verlobt. Verheiratet. Verunsichert. Verängstigt. Verletzt.“ Und der Plakatleser hat sich gefragt: Wieso? Warum? Weshalb?

Dann ist der Spießer in seiner angeborenen Neugier näher an das Plakat herangetreten und hat entziffern können: Der Mann ist Guido Maria Kretschmer, also der Modedesigner, der bekannt ist aus der TV-Sendung „Shopping Queen“. Und dieser Mann ist bekanntlich verheiratet mit einem Mann, nämlich Frank Mutters.

Und nun ist Guido Maria Kretschmer nicht nur verunsichert, sondern auch verängstigt und verletzt? Frage: Wer hat ihm das angetan – vielleicht sein eigener Mann, in den er verliebt ist und verlobt war und verheiratet ist…?

Am Fuße des Plakats lesen wir dazu einen Hinweis: „Mehr Sicherheim für Frauen“. Dazu ein symbolisches Schlüsselloch und ein Spendenaufruf.

Mit anderen Worten: Guido Maria Kretschmer wurde scheinbar von Frauen verunsichert, verängstigt und verletzt. Und diese Frauen sollen nun weggesperrt werden in ein verschlossenes Sicherheim für Frauen, für das wir Bürger spenden sollen. Oder was…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Dezember 2020

Schrei, wenn Du kannst: Erstaunen über „Tippgeberprovision“

Wir sehen einen Sticker auf der Zeitung und denken dabei an Edvard Munch. Sein Werk „Der Schrei“ ist das bekannteste Bild des norwegischen Malers. Der Künstler selber berichtete zu seinem Motiv, dass er eine Angstattacke gehabt hatte während eine Spaziergangs am Abend, wo er glaubte, einen Schrei zu vernehmen, der durch die Natur und ihm durch Mark und Bein gegangen ist.

Was aber hat das zu tun mit der Marklerfirma Wullkopf und Eckelmann, die diesen Schrei in ihrer Reklame nachgestellt hat? Die Antwort des Spießers: Es geht hier um Geld. Viel Geld! Das bekommt jemand, der dem Immobilienmakler zu einem Geschäft verhilft und dann 10% „Tippgeberprovision“ kassieren soll. Das klingt nicht besonders viel, aber als der Makler einer Tippgeberin ins Ohr geflüstert hat, in welcher Höhe die 100% Provision liegen, die er selber kassiert, da stieß die Frau einen Schrei aus, der durch Mark und Bein ging. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. November 2020

Wer nicht alle Tassen im Schrank hat, dem hilft BILD

Wer Durst hat, der trinkt. Und wer Wissensdurst hat, der liest. Und „Für alle, die durstig nach Wissen sind“, hat BILD eine Lösung. Wir sehen im Werbebild die Studentin Martha, wie sie gerade dabei ist, ihren Durst nach Wissen zu stillen: Mit einer Tasse in der Hand, in der vermutlich Kaffee ist. Oder Tee. Oder heiße Schokolade Oder gar nichts.

Was hat Alfons aus dieser BILD-Werbung gelernt? Der Spießer weiß nun: Wenn er eine BILD-Tasse bestellt, dann kann er daraus trinken und seinen Durst nach Wissen stillen.

Das entspricht im übrigen auch dem Volksmund, welcher spricht: Wer dumm ist, der hat ein Porzellan-Defizit. Was meint: Er hat nicht alle Tassen im Schrank.

Ob Studentin Martha ihren Durst nach Wissen durch das Lesern von BILD stillt, verrät die Protagonistin uns nicht. Und Spießer Alfons ist sich sicher: Die junge Dame hat bestimmt Geld dafür bekommen dafür, dass sie in der BILD-Werbung auftritt. Und weil sie ja vermutlich auch weiterhin zur Uni geht, wird sie das BILD-Honorar wahrscheinlich als Schmerzensgeld verbucht haben – wenn Sie wissen, was Alfons damit sagen will.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. November 2020

„MeDusch“: Schaumschlägerei aus der “Höhle der Löwen”

Am vergangenen Montag stellte eine Dame einen Duschschaum mit Namen „MedDusch“ vor. Und die Löwen waren begeistert und überboten sich gegenseitig. Bei „MedDusch“ handelt es sich um einen Duschschaum aus der Dose, der Eukalyptus und Menthol enthält. Die Erfinderin erklärte: „Es gibt viele Badezusätze gegen Erkältungen, die man in die Badewanne tut. Für die Dusche jedoch gibt es so etwas nicht, obwohl mehr geduscht als gebadet wird.“

Am nächsten Tag ist Spießer Alfons in einen Dromarkt gefahren und hat sich dort den „Aroma-Duschschaum“ geholt, der jetzt „MeDusch“ heißt, weil “Med” wohl nicht haltbar gewesen ist. Preis: 6,95 Euro. Und  damit ist Alfons unter die Dusche gegangen und hat festgestellt: Reiner Humbug.

Wenn man ein Erkältungsbad in der Wanne nimmt, dann atmet man dort rund 20 Minuten lang Eukalyptus oder Thymian ein. Und wenn man Öle gegen Erkältung in eine Duftlampe gibt, dann kann man einen ganzen Raum damit „beölen“, sprich: Der Mensch inhaliert die Inhaltsstoffe über den Luftweg.

Und wie ist das mit „MeDusch“, dem „Aroma-Duschschaum“, der auf der Dose auch als „Dusch-Kosmetik“ bezeichnet wird? Alfons hat ihn auf seinem Körper verteilt, spürte den Duft von Eukalyptus und Menthol in der Nase und hat dann die Dusche angestellt. Und sogleich war alles verduftet, will meinen: Der Duschende spürte danach weder auf der Haut noch in den Atemwegen etwas Befreiendes bzw. das, was auf der Schaudose versprochen wird: „Wohltuende Aromen für Haut und Sinne“.

Spießiges Fazit: Ein Duschtonic „2 in 1 – Blauer Eukalyptus & Zypresse“ von Kneipp bekommt man schon lange bei Douglas für 3,99 Euro. Und das ist sogar für Haut und Haar zu verwenden. Und ohne Gelddusche für die Löwen von VOX.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Oktober 2020

„Dann geh‘ doch zu Netto“ – aber pass auf, dass Du dabei nicht auf den Hund kommst!

Das wird lustig werden bei Netto. Womit Spießer Alfons die Netto-Filialen meint, wo der Kunde auf den Hund gekommen ist, nämlich das Netto, das mit einem Vierbeiner für Zweibeiner wirbt. Denn wenn dort Kunden in der kommenden Woche für mindestens 10 Euro eingekauft haben und einen Gutschein aus der BILD-Zeitung vorlegen in der Erwartung, dass sie zum Eingekauften eine BILD-Zeitung gratis bekommen werden, dann haben sich diese Netto-Kunden ein falsches BILD von Netto gemacht.

Denn die Gratis-BILD-Zeitung gibt es nur bei „Netto Marken-Discount“. Aber weil auch der Netto-Markt mit dem Hund ein Markendiscounter ist, sieht der gemeine Konsument keinen Unterschied zwischen dem einen und dem anderen Netto. Und so wird es wie gesagt beim Hundehalter-Netto mit Sicherheit nicht nur enttäuschte, sondern auch verärgerte Kunden geben.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. August 2020

Winston: Schwere Last im Oberstübchen eines Rauchers

Dass das Rauchen von Zigaretten eine schwere Last für süchtige Menschen ist, wissen wir. Auch bei der Tabakindustrie weiß man das, weshalb man in der „Winston“-Werbung die Packung folgerichtig als „Schwerlasttransporter“ bezeichnet, und zwar „ganz genau“ – siehe den Anschlag auf Menschen per City-Light-Poster!

„Rauchen ist tödlich.“ Und Werbung für Tabakerzeugnisse ist Beihilfe zum versuchten Suizid. Und wenn man sich das Plakat so anschaut, dann kann man auch erkennen: Wer solchen Scheiß produziert, könnte einen Dachschaden vom Rauchen haben, und zwar ganz genau.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. August 2020

Von einem Bratpulver und dem Werbekoch Christian Rach, der abkocht

In der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ wurde vor ein paar Monaten ein Bratpulver mit dem Namen „Paudar“ vorgestellt, das kurz darauf im Handel erhältlich war und immer noch erhältlich ist. Allerdings zu unterschiedlichen Preisen.

Auf der „Paudar“-Website wird das Pulver im 4er-Set für € 19,99 als „Bestseller“ angeboten; bei Lidl ist die einzelne Dose für € 3,92 erhältlich. Und das Wundersame: Plötzlich hat der „Starkoch Christian Rach“ das Produkt „mitentwickelt“ und auch „empfohlen“ – siehe die Abbildung!

Ja, der Showkoch weiß: There’s No Business Like Show Business. Und Showman Christian Rach war schon immer der „Starkoch“ vor der Fernsehkamera, während sein Partner Robert Wullkopf damals in der Küche vom „Tafelhaus“  in Hamburg am Herd gestanden und für den Ruhm des Restaurants gekocht hat.

Fazit: Der eine steht immer noch im Scheinwerferlicht der Fernsehsender, der andere, der aus Witzhave kommt, führt weiterhin ein Schattendasein.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Juli 2020

Der Versuch einer Optiker-Kette, aus der Corona-Krise einen geschäftlichen Vorteil zu schlagen: pro optik ist garstig!

In der Zeit von Corona ist ein neuer Begriff entstanden, und zwar die „Alltagshelden“. Das sind Menschen, die sich in der Hochzeit der Krise durch ihre Arbeit besonders für ihre Mitmenschen eingesetzt haben, im Gesundheitsbereich genauso wie in der Sozialbetreuung und auch bei Verbrauchermärkten, wo es um die zuverlässige Grundversorgung der Bevölkerung ging.

Die Optiker-Kette pro optik verteilte soeben einen achtseitigen Flyer, auf dem geschrieben steht: „DankeAnAlleHelden“. Und der Werbetexter erklärt: „Wir von pro optik möchten allen Alltagshelden ‚Danke‘ sagen und eine 120 € Helden-VIP-Karte schenken! Jetzt sofort bei pro optik abholen!“

Wer das Werbeblättchen aufschlägt und weiterliest, der wird den Mund des Staunens nicht mehr zu bekommen: Es geht hier gar nicht um einen Dank für die sogenannten „Alltagshelden“, sondern jeder Konsument, der sich heldenhaft fühlt, soll bei dem Optiker einkaufen. Aber niemand erhält 120 Euro, die er sich mit seiner „VIP-Karte“ bei pro optik als Geschenk abholen kann, sondern er bekommt das Geld nur als Preisnachlass, wenn er dort eine Brille mit Markengläsern kauft. Eine ziemlich billige Luftnummer, die hier abgezogen wird.

Bei pro optik sollen Brillenträger hinters Licht geführt werden. Wer dagegen gesunde Augen hat und keine Brille benötigt, der muss sich von pro optik nicht auf den Arm nehmen lassen, sondern kann ohne „VIP-Karte“ heldenhaft an dem Brillenladen vorbeigehen!

Fazit: Diese Werbung ist nicht nur suspekt, sie ist einfach garstig gegenüber den wahren Alltagshelden während der Corona-Pandemie. Und eine Verarschung von Kunden, die wirklich auf diesen Blödsinn reinfallen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Juli 2020