Bild am Sonntag: Werbung für das Böse. Oder: Warum man zu Aldi nicht mehr ohne einen Exorzisten gehen sollte!

Im Gebet der Christenheit, dem Vaterunser, heißt es: „…erlöse uns von dem Bösen“. Damit ist nicht das Böse gemeint, sondern der Böse, nämlich der Teufel. Und dieser ist der Inbegriff des Bösen.

Wer den Teufel als „gut“ empfindet, kommt aus einer anderen Glaubensrichtung, wo Teufelskult zum Programm gehört. In solcher Sekte liest man nicht die Bibel, sondern „6 neue BILD am Sonntag Thriller“, denn die sind nach Aussagen des Verlages „teuflisch gut!“

Die Teufels-Bücher von BamS gibt es nicht nur im Buchhandel, sondern sie sind auch erhältlich bei Aldi, und zwar im Norden genauso wie im Süden. Womit der Spießer zum Fazit kommt: Wer zu Aldi geht, sollte auf jeden Fall einen Exorzisten mitnehmen, denn dort ist es jetzt „höllisch heiß„.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Februar 2018

Echt fürs Klo: Toilettenreiniger von Moschino!

Die italienische Firma Moschine war dem Spießer bislang nur bekannt als Modemarke, die für Bekleidung, Accessoires und Düften für Damen und Herren stand, und zwar preislich ziemlich weit oben, wo das Taschengeld von Alfons nicht hinreicht.

Nun ist bei Moschino eine Diversifikation im Warensortiment erfolgt: Mit „Fresh“ präsentiert die Disignerfirma ein Produkt für die Toilette, und zwar einen Schaumreiniger – siehe die Abbildung!

Moschino „Fresh“, das Eau de Toilette,  gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisen – siehe Suchresultat bei Google! Die Preise beginnen demnach bei 24.95 € und enden bei 70,45 € – pro Sprühflasche und mit weitaus weniger Inhalt als bei den vergleichbaren Reinigern von Henkel und Procter & Gamble.

Ja, liebe Lesergemeinde, nun wissen Sie, wie die großen Ärsche Reichen dieser Welt ihr Klosett reinigen bzw. reinigen lassen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Februar 2018

Eine Frage auf dem Boulevard und eine spießige Antwort

Dass eine Boulevardzeitung im Gegensatz zu einer abonnierten Tageszeitung mit anderen Schlagzeilen aufwarten muss, um ihre Leser anzulocken, ist kein Geheimnis. Und dass die Schlagzeilen der BILD-Zeitung mitunter mehr versprechen als das Kleingedruckte hält, wissen wir zur Genüge. Das vorab.

BILD-Zeitung im Original

Der spießige Blog-Eintrag von heute bezieht sich auf den Aufmacher der BILD-Zeitung von gestern, wo die Frage auf den Boulevard geworfen wird: „Helene Fischer – Kann sie nie wieder singen?“ – siehe die Abbildung!

Ursache der Frage ist die Tatsache, dass Helene Fischer unter einem Infekt der oberen Atemwege leidet und deshalb ihre Tournee nicht durchsingen kann wie geplant sondern einige Konzerte abgesagt hat. Die Frage der Redaktion, ob sie nun „nie wieder singen“ wird, ist für die Fans der Sängerin eine versuchte Panikmache, damit sie die BILD-Zeitung kaufen sollen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. Februar 2018

Veltins: Wie frisches Obst aus der Dose

Werft doch mal einen Blick auf die nachstehende Veltins-Anzeige und denkt darüber nach, warum die Brauerei dafür Geld ausgegeben hat für die Gestaltung und Schaltung! In den Augen von Spießer Alfons ist diese Bieranzeige echt abgestanden und flüssiger als Wasser, nämlich überflüssig.

„Gebraut mit purer Leidenschaft“, steht in versalen Lettern oben drüber. Und unten drunter lesen wir: „Pure Leidenschaft. Frisches Veltins“.

Frisches Bier in der Flasche. Das ist wie frisches Obst in der Dose. Und was soll der Konsument mit dem Hinweis auf „pure Leidenschaft“ fühlen? Spießer Alfons fühlt, dass diese Werbung pure Leiden schafft. Weil die Annonce ohne Leidenschaft kreiert konstruiert worden ist.

Fazit: Diese Werbung ist keine Werbung sondern vermutlich das Werk eines Schulpraktikanten, der in der Werbeagentur gewerkelt hat. Und der selber lieber Cola trinkt. Und der Text stammt wahrscheinlich von einem Braumeister der Brauerei Veltins.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 13. Februar 2018

Hollywood in deutschen Einkaufszentren

In Hollywood werden Kulissen für Filme errichtet. In Russland kennt man die berühmten Potemkinschen Dörfer. Und in der Wüste Sahara sieht man häufig eine Fata Morgana. Und in deutschen Einkaufszentren…?

In deutschen Einkaufszentren gibt es die vorgespiegelten Läden. Was meint: Die Läden stehen total leer, aber die Schaufensterscheiben und Eingangstür sind beklebt, und zwar mit einem plakatierten Ladeninhalt – wenn Ihr Euch bitte mal die beiden Bilder anschauen wollt, liebe Lesergemeinde!

Das ist eine echt coole Geschäftsidee! Denn nichts ist schlimmer in Einkaufszentren, als wenn dort Läden leerstehen. Und mit der Deko wird den Passanten ein Ladenbetrieb suggeriert, den sie im Vorbeigehen unterschwellig aufnehmen. Und mal ganz ehrlich: Sieht das nicht besser aus, als neutral verklebte Schaufensterscheiben…?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Februar 2018

Ein Anschlag von unterentwickelten Menschen

Was unterscheidet uns Menschen von den Affen? Zugegeben, diese Frage ist nicht so ganz leicht zu beantworten. Umso sachdienlicher ist ein Plakatanschlag, den Spießer Alfons auf einem Hamburger U-Bahnhof gesehen hat – siehe die Abbildung!

Wir erkennen zweierlei: Der Affe beherrscht das Essen mit einer Gabel. Und der Mensch beherrscht keine Rechtschreibung.

Dieses Plakat wirbt für das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Und die Werbeagentur hat alles daran gesetzt, es dem Bahnfahrer so schwer wie möglich zu machen, die Botschaft aufzunehmen. Klar, warum einfach, wenn es auch kompliziert gehen kann?! Muss ja auch nicht gleich jeder sehen, um was es hier geht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. Februar 2018

Klassenk(r)ampf: Anschlag der IG Metall auf Arbeitgeber

Pauschaler Anschlag per Plakat: „Die Arbeitgeber denken nur an Profit“, so die verallgemeinernde Tatsachenbehauptung der IG Metall. Und diese Gewerkschaft denkt nach eigener Angabe an die Menschen. Fazit: Die Guten sind die Gewerkschaftsfunktionäre, die Bösen sind die Arbeitgeber. Und nach dieser öffentlichen Verunglimpfung setzen sich die Arbeitgeber dann mit den Gewerkschaften an einen Tisch und reden über Menschen und Profite.

Um zu wissen, dass Arbeitgeber an Profit denken müssen, dazu bedarf es keines Studiums der Betriebswirtschaft. Und ein Unternehmen, das keinen Profit macht, ist nicht nur schlecht für die Unternehmensführung sondern auch für die Mitarbeiter. Und deshalb steht man jetzt wohl vor einer Einigung. Und danach kann die IG Metall ihr Plakat wieder abhängen bis zur nächsten Tarifrunde.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Februar 2018

Was hat Max Liebermann mit Philip Morris zu tun…?

Der berühmteste deutsche Dichter, nämlich Dichter Nebel, hat einmal gesagt: „Kriege sind ungesund.“ An dieses Wort musste Spießer Alfons denken, als er im Hamburger Abendblatt ein Zitat von Markus Essing gelesen hatte. Der Mann ist Deutschand-Chef von Philip Morris und hat gesagt: „Unsere Produkte sind nicht gesund“ – siehe die Abbildung!

aus: Hamburger Abendblatt

Donni, donni aber auch – wer hätte das wohl gedacht?! Zigaretten sind nicht gesund? Nie im Leben wäre der Spießer darauf gekommen! Zumal Alfons aus todsicherer Quelle erfahren hat: Philip Morris an sich an Zigaretten echt gesundgestoßen.

Und nachdem Philip Morris viele gesunde Menschen krankgemacht hat, will man sich das Geschäft mit Tabak abgewöhnen, bevor auch noch die letzen Kunden wegsterben.

Das Ganze hat natürlich auch was mit Werbung zu tun. Denn in der Werbung finden wir schon seit ewiger Zeit im Kleingedruckten die Warnung vor der Gefahr durch Rauchen. Die hat Markus Essing offensichtlich erst jetzt gelesen. Und jeder Mensch weiß: Zigarettenwerbung ist nichts anderes als Beihilfe zum Suizid. Dass der Manager von Philip Morris so tut, als er hätte er erst jüngst erfahren, dass seine Produkte nicht gesund sind das Leben von Menschen gekostet haben, ist der blanke Hohn für die Hinterbliebenen.

Hinweis: Nein, Spießer Alfons hat das Kleingedruckte im Hamburger Abendblatt nicht gelesen; die Überschrift allein schon hat ihm gereicht, um an ein Wort von Max Liebermann zu denken und also lautend: „Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte!“

Und ausgangs die Frage: Was hat sich die Redaktion der Zeitung bei dieser Überschrift eigentlich gedacht…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Februar 2018

Was, zum Teufel, meint ein f mit vier Sternen…?!

Der Rowohlt-Verlag zeigt in seiner Werbung ein Buch an mit der Headline: „Es f**** sich schlecht mit eingezogenem Bauch“. Das Buch stammt von Nicole Jäger und trägt den Titel: „Nicht direkt perfekt“. Und das gilt auch für das nebenstehende Inserat.

Der spießige Leser fragt sich: Who the fuck is „f****“? Soll das bedeuten: freut? Also: Es freut sich schlecht mit eingezogenem Bauch? Oder: Es fährt sich schlecht mit eingezogenem Buch? Oder: Es fühlt sich schlecht mit eingezogenem Bauch…?

Eigentlich soll Werbung ja die Fragen der Menschen beantworten und nicht neue Fragezeichen in den Raum stellen. Und somit die Frage des Spießers an seine Lesergemeinde: Weiß vielleicht jemand von Euch, für welche Buchstaben die vier Sternchen stehen sollen…?

Aus eigener Erfahrung würde der Spießer sagen: Es fickt sich schlecht mit eingezogenem Bauch. Aber wenn das wirklich gemeint ist: Warum hat die/der Textdichter/in es dann nicht so geschrieben wie es gemeint ist…?!?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Januar 2018