Kategorie-Archiv: Gesellschaftskritik

Spießige Reisekostenabrechnung: Flugzeug günstiger als Fahrrad

Wer von Alsterdorf nach Alicante fliegen will, der bezahlt dafür bei Norwegian Airlines 39,90 €. Wozu man wissen muss, dass Alsterdorf kein Dorf an der Alster ist, sondern Alsterdorf ist ein Stadtteil von Hamburg. Und das Taxi von dort zum Flughafen kostet rund 12 €.

Wenn der Flugreisende allerdings in Bergedorf, einem anderen Stadtteil von Hamburg wohnt, dann kostet sein Taxi zum Flughafen rund 50 €.

Und wenn Alfons bedenkt, dass ein Taxi innerhalb der Hansestadt teurer sein kann als ein Flug von Hamburg nach Alicante, dann fragt sich der Spießer: Was würde wohl eine Taxifahrt von Alsterdorf nach Alicante kosten…?

Aus dem spießigen Ressort „unnützes Wissen“: Ein Taxi von Alsterdorf nach Alicante kostet 3.533,90 € am Tage und 3.769,30 € in der Nacht.

Spießiges Fazit: Sogar eine Radfahrt von Hamburg nach Alicante (= 132 Stunden) dürfte teurer werden als ein Flug mit Norwegian Airlines, wenn man die Kosten für Übernachtungen mit rechnet. Doch wer umweltfreundlich denkt, der setzt sich natürlich auf seinen Drahtesel! 😉

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. Mai 2018

Der Kunst-Direktor-Klub und die Deutsche Sprache

Heute mal ein kleines Rätselspiel um die Deutsche Sprache. Bitte, lest die nebenstehende Meldung vom ADC und zählt die Rechtschreib-, Interpunktions- und Grammatik-Fehler in diesem kurzen Text! 

Natürlich können wir solche Mangelhaftigkeit nicht tadeln, denn bestimmt stammt dieser Text von einem Flüchtling, der Asyl gefunden  hat beim ADC und sich dort integriert hat. Und dafür beherrscht er unsere Sprache schon sehr gut. Und Englisch kann er auch.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. April 2018

Als die Werbung noch Reklame hieß…

…da tanzten Werber Charleston, und zwar auf dem „Weltreklamekongress 1929“ in Berlin. Wer wissen möchte, was in dieser Zeit so alles los war in der Reklame und wer damals die Fäden zog, dem empfiehlt Spießer Alfons ein nostalgisches Buch von Horst Kleinert mit dem Titel: „Als die Werber Charleston tanzten“ (Thurm-Verlag).

Zitat aus dem Klappentext: „Das Buch beschreibt eine einzigartige Fachtagung vor dem Hintergrund einer turbulenten Zeit, in der die Modernisierung der Wirtschaftswerbung ihren Anfang nahm – einer Zeit der knallenden Sektkorken und der dünnen Kohlsuppen, der Vergnügungspaläste und der Wärmestuben, der Hoffnungen und der Enttäuschungen.“

Und weiter heißt es: „Es war ein Ereignis der Superlative und in dieser Form wohl nur im Berlin der zwanziger Jahre möglich: der Weltreklamekongress im Sommer 1929. Reklame, der Schlüssel zum Wohlstand der Welt, lautete das Konkressmotto. Berlin rief und alle kamen, über zweitausend Besucher allein aus den USA. Die Reichshauptstadt galt in den ‚goldenen Jahren’ der Weimarer Republik als die Kultur- und Vergnügungsmetropole schlechthin, experimentierfreudig und weltoffen – ein idealer Tagungsort für in- und ausländische Werbefachleute in Partylaune.“

Der Autor des Buches, Prof. Dr. Horst Kleinert, war vor seiner Berufung zum Hochschullehrer für Marketing an die Beuth-Hochschule Berlin u. a. Account Manager in einer Werbeagentur in Frankfurt/M. und Redakteur beim Hamburger Marketing-Journal.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. März 2018

Uralt wie Asbach ist die Sache mit der Alten in der Reklame

Frauen diskriminierende Reklame

Die Doppeldeutigkeit mit der ALTEN ist ein Kalauer, der aus der Zeit stammt, als die Werbung noch Reklame hieß. Und der Deutsche Werberat ist in diesem Zusammenhang schon mehrfach tätig geworden und hat Firmen abgemahnt, die eindeutig zweideutig geworben haben. Denn hierbei handelt es sich in aller Regel um eine Diskriminierung von Frauen – siehe auch die nebenstehenden Corpora Delicti!

Ob es dabei um eine alte Waschmaschine geht oder um eine alte Küche: Den Kalauer mit der Alten, die weg muss, treiben in aller Regel kleine Einzelhändler. Und auch Handwerksbetriebe, die eine hässliche Alte entsorgen und eine schöne Neue liefern  wollen, nämlich eine Haustür. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. März 2018

Bild am Sonntag: Werbung für das Böse. Oder: Warum man zu Aldi nicht mehr ohne einen Exorzisten gehen sollte!

Im Gebet der Christenheit, dem Vaterunser, heißt es: „…erlöse uns von dem Bösen“. Damit ist nicht das Böse gemeint, sondern der Böse, nämlich der Teufel. Und dieser ist der Inbegriff des Bösen.

Wer den Teufel als „gut“ empfindet, kommt aus einer anderen Glaubensrichtung, wo Teufelskult zum Programm gehört. In solcher Sekte liest man nicht die Bibel, sondern „6 neue BILD am Sonntag Thriller“, denn die sind nach Aussagen des Verlages „teuflisch gut!“

Die Teufels-Bücher von BamS gibt es nicht nur im Buchhandel, sondern sie sind auch erhältlich bei Aldi, und zwar im Norden genauso wie im Süden. Womit der Spießer zum Fazit kommt: Wer zu Aldi geht, sollte auf jeden Fall einen Exorzisten mitnehmen, denn dort ist es jetzt „höllisch heiß„.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Februar 2018

Eine Frage auf dem Boulevard und eine spießige Antwort

Dass eine Boulevardzeitung im Gegensatz zu einer abonnierten Tageszeitung mit anderen Schlagzeilen aufwarten muss, um ihre Leser anzulocken, ist kein Geheimnis. Und dass die Schlagzeilen der BILD-Zeitung mitunter mehr versprechen als das Kleingedruckte hält, wissen wir zur Genüge. Das vorab.

BILD-Zeitung im Original

Der spießige Blog-Eintrag von heute bezieht sich auf den Aufmacher der BILD-Zeitung von gestern, wo die Frage auf den Boulevard geworfen wird: „Helene Fischer – Kann sie nie wieder singen?“ – siehe die Abbildung!

Ursache der Frage ist die Tatsache, dass Helene Fischer unter einem Infekt der oberen Atemwege leidet und deshalb ihre Tournee nicht durchsingen kann wie geplant sondern einige Konzerte abgesagt hat. Die Frage der Redaktion, ob sie nun „nie wieder singen“ wird, ist für die Fans der Sängerin eine versuchte Panikmache, damit sie die BILD-Zeitung kaufen sollen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. Februar 2018

Ein Anschlag von unterentwickelten Menschen

Was unterscheidet uns Menschen von den Affen? Zugegeben, diese Frage ist nicht so ganz leicht zu beantworten. Umso sachdienlicher ist ein Plakatanschlag, den Spießer Alfons auf einem Hamburger U-Bahnhof gesehen hat – siehe die Abbildung!

Wir erkennen zweierlei: Der Affe beherrscht das Essen mit einer Gabel. Und der Mensch beherrscht keine Rechtschreibung.

Dieses Plakat wirbt für das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Und die Werbeagentur hat alles daran gesetzt, es dem Bahnfahrer so schwer wie möglich zu machen, die Botschaft aufzunehmen. Klar, warum einfach, wenn es auch kompliziert gehen kann?! Muss ja auch nicht gleich jeder sehen, um was es hier geht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. Februar 2018

Was hat Max Liebermann mit Philip Morris zu tun…?

Der berühmteste deutsche Dichter, nämlich Dichter Nebel, hat einmal gesagt: „Kriege sind ungesund.“ An dieses Wort musste Spießer Alfons denken, als er im Hamburger Abendblatt ein Zitat von Markus Essing gelesen hatte. Der Mann ist Deutschand-Chef von Philip Morris und hat gesagt: „Unsere Produkte sind nicht gesund“ – siehe die Abbildung!

aus: Hamburger Abendblatt

Donni, donni aber auch – wer hätte das wohl gedacht?! Zigaretten sind nicht gesund? Nie im Leben wäre der Spießer darauf gekommen! Zumal Alfons aus todsicherer Quelle erfahren hat: Philip Morris an sich an Zigaretten echt gesundgestoßen.

Und nachdem Philip Morris viele gesunde Menschen krankgemacht hat, will man sich das Geschäft mit Tabak abgewöhnen, bevor auch noch die letzen Kunden wegsterben.

Das Ganze hat natürlich auch was mit Werbung zu tun. Denn in der Werbung finden wir schon seit ewiger Zeit im Kleingedruckten die Warnung vor der Gefahr durch Rauchen. Die hat Markus Essing offensichtlich erst jetzt gelesen. Und jeder Mensch weiß: Zigarettenwerbung ist nichts anderes als Beihilfe zum Suizid. Dass der Manager von Philip Morris so tut, als er hätte er erst jüngst erfahren, dass seine Produkte nicht gesund sind das Leben von Menschen gekostet haben, ist der blanke Hohn für die Hinterbliebenen.

Hinweis: Nein, Spießer Alfons hat das Kleingedruckte im Hamburger Abendblatt nicht gelesen; die Überschrift allein schon hat ihm gereicht, um an ein Wort von Max Liebermann zu denken und also lautend: „Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte!“

Und ausgangs die Frage: Was hat sich die Redaktion der Zeitung bei dieser Überschrift eigentlich gedacht…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Februar 2018

Willst Du Gutschein gewinne?

Gestern hat Spießer Alfons noch mit seiner Tochter (8) das Schreiben eines Diktats für die Schule geübt. Und heute fragt der Spießer sich: Warum eigentlich? Wie die Kinder heute schreiben, ist doch morgen völlig egal, denn auch mit mangelhafter Rechtschreibung kann man in Deutschland echt Karriere machen. Wie zum Beispiel Björn Schmidt.

Nein, Alfons kennt Björn Schmidt nicht. Aber der hat ihm heute früh eine E-Mail geschickt. Und darum weiß der Empfänger, dass der Herr Schmidt bei IKEA als „Promotion Manager“ arbeitet, wo Sprache ein wichtiges Werkzeug für die Arbeit ist. Und er will dem Spießer einen Gutschein schicken, der Herr Schmidt, wenn Alfons das möchte. Und im vertraulichen Du-Ton schreibt der Mann: „Selbstverständlich, kannst Du den Gutschein nach eigenem Wunsch einsetzen.“ Und das nimmt Spießer Alfons dem Mann nicht ab.

Des Spießers Wunsch wäre nämlich, den Gutschein an der Kasse von IKEA gegen Bares zu tauschen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Januar 2018

Prada: Klamotten für die Mondlandschaft

Spießer Alfons weiß auch nicht, warum er beim Anblick einer Prada-Anzeige aus aktuellem Anlass an H & M denken muss. Vielleicht, weil hier wie dort ein Mensch von afrikanischer Herkunft abgebildet und dabei veralbert wird…?

Betrachtet bitte die Location, die Prada für das Tragen seiner Produkte empfiehlt, die man der Protagonistin angezogen hat! Ob das die typische Landestracht der dortigen Eingeborenen ist, weiß der Spießer nicht. Er weiß aber, dass jede Frau, die damit in Deutschland auf der Straße herumlaufen würde, die Blicke von Passanten auf sich ziehen wird, und zwar vielsagende Blicke.

Und Alfons, der modische Muffel, hatte gedacht, dass Prada gar keine Punk-Klamotten im Angebot hätte, die man vermutlich deshalb in einer Mondlandschaft präsentiert, wo kein Prada-Kunde wohl jemals hinkommen wird.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. Januar 2018