Kategorie-Archiv: Allgemeines

Werbung & Wahrheit: Wie Frauen ihre Orangenhaut wirklich beseitigen können

aus: BUNTE

„Bye, bye, Orangenhaut!“ So schrieb es kürzlich die BUNTE. Und die Klatschpostille zeigte ihren Leserinnen eine Reihe von Produkten aus Drogerie und Parfümerie, mit denen Evas Töchter „der Delle auf die Pelle rücken“ können. Das beginnt schon mit ca. 7 Euro und dem „Staffmacher“ von Dove und endet bei ca. 54 Euro mit dem „Dellen-Work-Out“ von Clarins.

Meinung von Spießer Alfons: Alles Humbug. Denn würde es ein Mittel geben, dass Cellulite tatsächlich beseitigt, dann würde wohl keine Frau mehr unter Organgenhaut leiden müssen. Solche Produkte aber gibt es nicht, weder für 7 Euro noch für 54 Euro. Die zuletzt von  der Stiftung Warentest untersuchten Produkte jedenfalls waren nicht die Bringer für makellose Haut an den Oberschenkeln. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Juni 2017

Woher wissen Fachmedien, ob ein Mitarbeiter sich bei einer anderen Firma beworben hat oder abgeworben wurde?

Das Abwerben von Mitarbeitern war früher einmal grundsätzlich verboten. Weil es dazu führen kann, dass Firmen leitende Leute bei Wettbewerbern mit viel Geld zum Jobwechsel geködert haben. Und diese Abwerbung passierte allein deshalb, um den Wettbewerber zu schwächen oder an deren Geschäftsgeheimnisse zu kommen. Und wenn der leitende Mitarbeiter dann gewechselt hatte, wurde er, nachdem er „ausgepackt“ hatte, schon bald darauf kaltgestellt, weil die Firma seine Arbeitskraft eigentlich gar nicht benötigt hatte. Das einfach mal so grob gesagt.

Quelle: turi2/Horizont

Ob Mitarbeiter sich selber bei einer anderen Firma beworben haben oder abgeworben wurden, war schon in Vergangenheit nicht leicht nachzuweisen. Und als dann später die Headhunter dazu kamen, deren Geschäft die Abwerbung ist, wurde dieses Thema auch vor Gerichten aufgeweicht, wobei der Nachweis einer Abwerbung zwecks Schädigung des Wettbewerbers immer noch zur Verurteilung führen kann. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Mai 2017

„Who the fuck is Alice“

Woran denken wir, wenn wir auf einem Plakat den Werbetext lesen: „Tür an Tür mit Alice“? Wir denken an Howard Carpendale. Und an seinen Song „Tür an Tür mit Alice“. Und damit erzielt das Plakat von Reschke Immobilien eine besondere Aufmerksamkeit.

Und bestimmt wir sich die Firma vor Druck und Aushang ihres Plakates in Verbindung gesetzt mit dem Verlag, bei dem der Song (Originaltitel: „Living next door to Alice“) verlegt ist, denn selbstverständlich unterliegt das Wort dem Urheberrecht und kann nicht einfach so mir nix, dir nix für Werbung zweckentfremdet werden. Das gilt für Buchtitel genauso wie für Filmtitel und auch Songtitel.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Mai 2017

Trojanische Werbung: Hemden testen über O2 für € 59,-

Werbung per E-Mail ist lästig, wenn der Empfänger sie nicht haben möchte. Und bei serösen Anbietern kann man solche Offerten abbestellen. Doch was ist, wenn man die E-Mail haben will, aber keine Werbung möchte…?

Der Spießer ist Kunde bei O2, sprich Telefonica. Und seine Rechnungen bekommt er per E-Mail. Doch gerade erhielt Alfons eine E-Mail von O2, wo es nicht ums Telefon geht, sondern um Hemden. Und die soll der Spießer nicht kaufen, sondern „testen“, und zwar für „nur € 59,-“ – siehe die Abbildung!

Und dann steht im Kleingedruckten: „Jetzt entdecken und € 59,- sparen!“ Und nachdem der Spießer diesen Trojaner in seiner E-Mail entdeckt hatte, warf er das Angebot in den Papierkorb und hat somit € 59,- gespart. Und das ist der „Partnervorteil“, den O2 seinem Kunden verspricht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. Mai 2017

ADC: Der Club der Gaukler hat wieder zugeschlagen

Werber werden häufig auch mit Gauklern verglichen, weil sie dem gemeinen Volke ständig etwas vorgaukeln. Und die bekanntesten Gaukler im Werbegewerbe haben sich sogar zu einem Verein zusammengefunden, dem Gaukler-Club ADC.

Der ADC behauptet seit Urzeiten von sich, dass allein seine Mitglieder darüber entscheiden können, was gute Werbung ist und wer die besten Kreativen in diesem unserem Lande sind, nämlich nur diejenigen, die ihre Arbeiten beim Club einreichen, um dort einen Nagel zu gewinnen.

Wenn Ihr Euch das nebenstehende Plakat anschaut, liebe Freunde der Werbung, dann erkennt Ihr schon auf einen Blick: Von Werbegestaltung versteht der ADC nichts, wie wir diesem Spiegelbild entnehmen können. Aber es kommt noch dicker: Mit dem Plakat werden die Bürger aufgefordert, ins Hamburger Museum der Arbeit zu kommen und dort Tickets von 10 bis 20 € zu kaufen, um die ADC-Ausstellung zu sehen, nämlich „Das Beste der besten Kreativen!“ Und damit hält der ADC die Menschen zum besten. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. Mai 2017

Begriffe aus Marketing & Werbung in spießiger Definition

見ざる、聞かざる、言わざる

Jede Branche hat ihre eigenen Fachbegriffe. Das beginnt bei den Ärzten, die sich der lateinischen Sprache bedienen, und setzt sich fort in Marketing und Werbung, wo die Werktätigen nach englischen Vokabeln suchen, um etwas zum Ausdruck zu bringen, das von Lieschen Müller & Otto Normalverbraucher nicht verstanden werden soll.

Da es auf dem Blog von Spießer Alfons um Marketing und Werbung geht, sollen auch diejenigen Leser dafür Verständnis aufbringen, die zwar Zielgruppe der Werbung treibenden Wirtschaft sind, dabei aber nur wahrnehmen, was sich vor ihren Augen abspielt, und nicht das sehen, was hinter den Kulissen gespielt wird.  Im Verborgenen wird dort nach Regeln gezockt, die mit Fremdwörtern verschlüsselt sind, damit der gemeine Konsument nicht durchschaut, dass er nur noch eine Figur auf dem Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spielfeld der Werbung darstellt und längst zur lebenden Marionette des Marketing geworden ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Mai 2017

Katzen-Content: Wo das Menschenleben für die Katz‘ ist

Was uns Menschen von den Tieren unterscheidet: Der Mensch isst vom Teller, das Tier frisst aus dem Napf. In der Werbung sieht das freilich anders aus: Da futtern die Menschen ihr Fastfood aus einer Pappbox. Und die Katzen speisen Meeresfrüchte & Hühnchen vom Teller – sogar mit Unterteller! Und der Spießer bekommt beim Betrachten akuten Brechreiz, obwohl er selber ein Tierfreund ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Mai 2017

Werbetexte für den Müll

Wann verwendet man ein Ausrufezeichen? Ein Ausrufezeichen verwenden wir, wenn wir dem Voranstehenden einen besonderen Nachdruck verleihen möchten. Das kann genauso ein frommer Wunsch sein wie ein brutaler Befehl. Und ein Ausrufezeichen kann auch bei Ausrufesätzen stehen, die die Form einer Frage haben wie zum Beispiel: Wie lange soll Spießer Alfons sich denn noch wiederholen!

links Original, rechts Korrektur des Spießers

Damit kommt der Spießer zum Thema, nämlich zu den Abfallbehältern in Hamburg. Die tragen schon seit einer Reihe von Jahren lustige Sprüche wie zum Beispiel: „Bin für jeden Dreck zu haben.“ Und: „Hamburgs kleinste Müllkippe.“ Und: „Ich bin eine Dreck-Queen.“ Und: „Wer wird Müllionär?“

Diese witzige Kampagne ist eine tolle Idee, die genauso Beifall wie Nachahmer in anderen Städten bekommen hat.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Mai 2017

Durch das Abschaffen von Münzen könnte der Verbraucher echt Geld sparen

Wir kennen alle die berühmten „Werbepreise“. Das sind Preise, die dem Konsumenten suggerieren: günstig! Was meint: Nicht 10 Euro kostet das Produkt, sondern „nur 9,99 Euro“ – also unter 10 Euro! Das Merkwürdige: Die optische Preistrick funktioniert seit Ewigkeiten. Doch damit soll möglicherweise bald Schluss sein.

aus: BILD

Einer Notiz aus BILD ist zu entnehmen, dass die EU-Kommission in Brüssel erneut prüft, ob die 1- und 2-Cent-Münzen nicht besser abgeschafft werden sollen, weil die Herstellung teurer ist als die Münzen wert sind. Und weil sie das Bezahlen unnötig erschweren.

Was würde das für die Preisgestaltung bedeuten? Spießer Alfons ist sicher: Die Preise würden fallen! Denn statt von 9,99 Euro auf 10 Euro aufzurunden, würde der Handel lieber auf 9,95 Euro abrunden, um unter der psychologischen 10-Euro-Marke zu bleiben. Und diese Abrundung nach unten würde sich am Ende in der Geldbörse des Konsumenten in vielen Cent auszahlen, die sich zu Euro addieren.

Womit Ihr seht, liebe Verbraucher: Aus Brüssel kommen mitunter auch vernünftige Vorschläge. Das Dumme daran ist nur, dass man nicht weiß, ob sie überhaupt durchgesetzt werden. 🙁

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. April 2017