Schlagwort-Archiv: VW

Bei Volkswagen hat man sich schon wieder verrechnet

Müssen Werbetexter nicht nur gut mit Worten, sondern auch mit Zahlen umgehen können? Spießer Alfons meint, dass Werbebotschaften sich nur auszahlen, wenn nicht allein die Worte stimmen, sondern auch die Zahlen. Und daran hapert es in der Werbung für Volkswagen, wo der Texter sich echt verrechnet hat.

Der Textdichter schreibt unter den neuen Tiguan Allspace: „Mit bis zu 7 Sitzen.“ Doch in der Headline finden wir die Aufzählung: „Für Kind, Kind, Kind, Kind, Kind und Kegel.“ Das ergibt 6 (sechs) Kinder, von denen eines unehelich ist. Und wenn Mutter und Vater, die neben dem Auto stehen, auch mitfahren möchten, dann sind es nach Adam Riese acht Personen für ein Auto „mit bis zu 7 Sitzen.“

Ja, bei VW verrechnet man sich offenbar häufiger mal. Zuerst die Sache mit den Abgaswerten, und nun der Unfall mit den falsch berechneten Sitzen. Oder versteht man unter „Allspace“, dass das uneheliche Kind womöglich im Kofferraum des Tiguan mitfahren soll…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. November 2017

Wie ein Branding zur Brandmarkung von VW wird

Bei Volkswagen, so ist ja bekannt, haben sich in Vergangenheit einige Schweinereien zugetragen, wenn wir an die Sauerei mit der Abgasmanipulation denken und an mögliche Kartellabsprachen mit Wettbewerbern. Für Sport1 war das ein Grund, den Autohersteller zu brandmarken, will meinen, zur Sau zu machen.

Das abgebildete Sparschwein hat der Spießer in einem Supermarkt gesehen. Und weil Alfons es sich nicht vorstellen kann, dass dieses tierische Branding ohne Zustimmung von Volkswagen erfolgt sein kann, überlegt der Spießer, was die Marketingstrategen sich wohl dabei gedacht haben, als sie hier ihr Markenrecht auf einem Borstenvieh verliehen haben.

Klar, es könnte sein, dass VW mit dem Sparschwein symbolisch andeuten will, dass der Konzern sparen muss, um Strafgelder zu zahlen für die Sünden dummer Führungskräfte. Aber dass damit auch ein freundliches Schweinchen von Sport1 beschmutzt wird, das muss ja nun wirklich nicht sein, oder?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Juli 2017

Volkswagen: Wie Touran-Fahrer auf den Hund kommen

Normalerweise ist es ja so, dass die Werber in ihren Werken immer nur die positiven Seiten von Produkten und Dienstleistungen darstellen. Normalerweise. Dass ein Werbungtreibender seinen Werbern es auch mal erlaubt, die Schwachstellen seiner Ware zu demonstrieren, das ist höchst selten. Umso mehr Aufmerksamkeit verdient die Anzeige von Volkswagen – siehe die Abbildung!

Es geht hier um den Touran „mit sensorgesteuerter Kofferraumöffnung“. Und im Werbebilde sehen wir, wie die Fahrerin ihr Auto verlassen hat und ins Haus geht. Und was macht derweil der Hund? Der öffnet die Kofferraumklappe per Pfote. So kann jeder Passant, der böse Absichten hat, sich selbst bedienen im sichtbar geöffneten Fahrzeug.

„Wir bringen die Zukunft in Serie“, lautet der Claim. Und Spießer Alfons fügt hinzu: „… und die Werbung auf den Hund“.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Juni 2017

Volkswagen wirbt mit einem dicken Plus im Preis!

Wenn wir Werbung von Supermärkten sehen, dann erkennen wir in aller Regel, dass Produkte einzig und allein über ihren Preis ausgelobt werden. Und dieser Preis ist natürlich herabgesetzt, denn sonst könnte man diese Produkte ja auch anderswo kaufen.

Nun hat Spießer Alfons etwas ganz Besonderes gefunden: Es ist das erste Mal, dass er eine Anzeige sieht, in der kein Preis-Minus ausgelobt wird, sondern: „Ein dickes Plus … im Preis“ – siehe die Volkswagen-Anzeige!

Wäre Spießer Alfons ein Texter für Werbung, dann hätte er getextet: „Ein dickes Plus in der Ausstattung, ein Minus im Preis!“ Aber möglicherweise ist es ja tatsächlich, wie angezeigt, ein Plus statt ein Minus im Preis…?

Na ja, den Werbern kann das natürlich Jacke wie Hose sein, denn den Preis bezahlt ja schließlich der Kunde.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. März 2017

Was macht eigentlich Plagiart-Direktor Reiner Zufall?

Von Reiner Zufall, dem berühmt-berüchtigten Kupferstecher aus der Werbung, gab es lange nicht Neues Altes zu hören oder zu sehen. Und wer sich gefragt hat: „Was macht der Plagiart-Direktor eigentlich?“, der bekommt an dieser Stelle eine Antwort von Spießer Alfons und also lautend: Reiner Zufall fährt VW. Genauer: Reiner Zufall sitzt am Lenkrad des neuen Amarok, wo er die Werbung steuert.

VW aus 2016

Schaut Euch bitte die nebenstehende Aufforderung an: „Nicht nachmachen“, steht dort im VW-Spot. Das gilt jedoch nicht für den Plagiart-Direktor, denn der lebt schließlich vom Nachmachen. Und wenn Ihr nun bitte mal auf das Bild (links) klickt, dann läuft dort ein VW-Werbespot mit einem spektakulären Stunt. Rund 2.250.000 Aufrufe hat es für diesen Film bei YouTube gegeben; und sicherlich ist die Werbeagentur stolz darauf wie Bolle und hat ihrem Auftraggeber erklärt, wie toll diese kostenlose Streuung doch ist.

Volvo aus 1999

Gerade mal 4.000 Aufrufe hat dagegen der Volvo-Spot mit der Werbung für den V40 T4 erzielt. Dieser Spot von Volvo ist 17 Jahre vor dem VW-Spot entstanden. Die Ähnlichkeiten zwischen beiden Commercials ist verblüffend, findet Ihr nicht auch, liebe Lesergemeinde…!?

Und wenn wir nun bei der VW-Agentur nachfragen, warum das so ist, dann wird man dort todsicher antworten: „Reiner Zufall!“. Eben.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Februar 2017

VW-Werbung: Zwischen Wunschdenken und nackter Realität liegen mitunter nur 4 Tage

Am 30. Dezember 2016 hat Volkswagen in der BILD-Zeitung eine ganze Anzeigenseite geschaltet. Die Headline: „Jeder einzelne Kunde ist uns wichtig“ – siehe die Abbildung! Das ist ein großes Wort, das allerdings flacher ist als eine Flunder. Denn, so fragt der Spießer: Welche Firma in Deutschland würde nicht von sich behaupten, dass jeder einzelne Kunde für das Unternehmen wichtig ist?! Wer das extra anzeigen muss, der muss schon einen Grund dafür haben. Und dieser Grund dürfte bekannt sein. Soviel zur VW-Anzeige. Da muss man das Kleingedruckte gar nicht mehr lesen.

Nach der Werbung folgt der redaktionelle Teil: Heute, also fünf Tage nach Erscheinen der Anzeige, lesen wir auf der Titelseite derselben Boulevardzeitung: „Trotz Diesel-Skandal kassiert Winterkorn seit Neujahr 3100 Euro Rente am Tag!“ Damit hat die Realität dem Versuch das Konzerns, sein Image wieder aufzupolieren, einen herben Dämpfer verpasst, findet Ihr nicht, liebe Lesergemeinde?

Der heutige Aufmacher der BILD-Zeitung dürfte ein ziemlicher Schlag für das Unternehmen bedeuten. Denn das wird auch den Menschen und VW-Kunden in Erinnerung bleiben, die selber 3100 Euro Rente mit Arbeit verdienen – allerdings im Monat. Da unterscheidet der Mann auf der Straße durchaus zwischen dem Geld, das ein Fußball-Profi in der Bundesliga kassiert, und dem, was ein Rentner abkassiert, der als Manager für den größten und teuersten Automobil-Skandal verantwortlich ist, den es in Deutschland jemals gegeben hat.

Spießer Alfons ist gespannt wie eine Wäscheleine auf die nächste Anzeige, die VW in BILD schalten wird! 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Januar 2017