ADC: Der Club der Gaukler hat wieder zugeschlagen

Werber werden häufig auch mit Gauklern verglichen, weil sie dem gemeinen Volke ständig etwas vorgaukeln. Und die bekanntesten Gaukler im Werbegewerbe haben sich sogar zu einem Verein zusammengefunden, dem Gaukler-Club ADC.

Der ADC behauptet seit Urzeiten von sich, dass allein seine Mitglieder darüber entscheiden können, was gute Werbung ist und wer die besten Kreativen in diesem unserem Lande sind, nämlich nur diejenigen, die ihre Arbeiten beim Club einreichen, um dort einen Nagel zu gewinnen.

Wenn Ihr Euch das nebenstehende Plakat anschaut, liebe Freunde der Werbung, dann erkennt Ihr schon auf einen Blick: Von Werbegestaltung versteht der ADC nichts, wie wir diesem Spiegelbild entnehmen können. Aber es kommt noch dicker: Mit dem Plakat werden die Bürger aufgefordert, ins Hamburger Museum der Arbeit zu kommen und dort Tickets von 10 bis 20 € zu kaufen, um die ADC-Ausstellung zu sehen, nämlich „Das Beste der besten Kreativen!“ Und damit hält der ADC die Menschen zum besten.

Richtig ist: In der Ausstellung ist vermutlich wieder alles zu sehen, was Werbeagenturen beim ADC zwecks Prämierung eingereicht haben. Das konnte jede Agentur tun, die dafür bezahlt, also nicht nur die besten Kreativen. Drolliger noch: Auch jeder Schrott, der eigereicht wurde, wird in der Ausstellung gezeigt, will meinen nicht nur das, was der ADC für das Beste hält und ausgezeichnet hat.

Und woran erkennen wir wirklich die besten Kreativen in der Werbung? Die erkennen wir, dass sie nichts beim ADC eingereicht haben, um Preise zu gewinnen, sondern sie haben ihre Arbeiten nur bei ihren Kunden eingereicht, damit diese damit Preise kassieren …

… an den Ladenkassen des Handels. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. Mai 2017

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