Zu Ostern: Werbegag mit dem christlichen Glauben

Der Spießer sah auf Bahnsteig seiner Heimatstadt ein Plakat von fritz-kola. Dieses Plakat hat einen schwarzen Fond, was zur Folge hat: Der Betrachter, der davor steht und fotografiert, hat hernach nicht nur den Bahnhof mit im Bild, sondern er sieht sich auch selbst neben dem Produkt als Spiegelbild. Und wenn Alfons der Gestalter dieses Plakates wäre, dann würde er glattweg behaupten: „Genau so ist es auch gewollt: Der Konsument gehört direkt zum Produkt!“

Aber es ist nicht das Bild, was Alfons aufspießt, sondern der Text. Wir lesen: „hilft jeden Montag bei der auferstehung“. Dieser Text wird vielen Menschen merkwürdig erscheinen. Zum einen wegen der mangelhaften Rechtschreibung, zum anderen wegen der Wortwahl. Denn dort steht nicht: „Hilft jeden Montag beim Aufstehen“, sondern dort steht „auferstehung“, was „Auferstehung meint.“

Wer in einer Zeit, wo wir mehr über Muslime denn über Christen reden, noch weiß, warum wir das Osterfest feiern, der erkennt: Das Plakat ist eine Persiflage auf Jesus Christus, der zu Ostern auferstanden ist. Allerdings von den Toten.

Ob die beiden Herren auf dem Etikett von fritz-cola auch am Kreuz gestorben und danach begraben wurden, geht aus der Werbebotschaft nicht hervor. Die Nonnen im Afri-Cola-Rausch sind seinerzeit übrigens beerdigt wurden und niemals wieder auferstanden in der Werbung.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. April 2017

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