Schlagwort-Archiv: Horizont

JOOP! mit tierischem Duft aus dem Rachen eines Raubtieres

Es ist fast schon zwei Jahre her, als Spießer Alfons sich in „Horizont“ über das „WOW“ in der Werbung ausgelassen hat. Und weil Alfons sich nicht gern wiederholt, könnt Ihr hier noch einmal nachlesen, was der Spießer geschrieben hat zum Thema: „Das doppelte WOW ist ziemlich haarig“.

Wer nun leichtgläubig vermutet hat, das WOW in der Werbung wäre damit endlich verstummt, der wird aktuell eines Schlechteren belehrt. Wie das Frauenblatt „Glamour“ für den Werbekunden Buffalo anzeigt, gibt es jetzt die „WOW-Effekte in allen Formen“ – wenn Ihr Euch die Annonce am Fuße dieses Blog-Eintrages bitte mal selber anschauen wollt! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. April 2017

Neues aus dem Dschungel: HORIZONT über Pick up!, Maden, Tri Top, Kakerlaken & McDonald’s

Das Dschungelcamp von RTL unter dem Claim: „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ ist ein willkommenes Thema für die Boulevardpresse. Und laut Angabe von HORIZONT, der Zeitung für Marketing, Werbung und Medien, hat das Trashformat gute Quoten, weshalb auch HORIZONT aus dem Dschungel berichtet.

Abb: HORIZONT ONLINE

Erstaunlich für Spießer Alfons ist: Die Fachzeitung HORIZONT überschlägt sich online förmlich, um seine Leser über die Menschen, Maden und Kakerlaken im Dschungel von Australien zu informieren – siehe die nebenstehende Abbildung!

Was soll dieser Hype der Redaktion bezwecken? Werbung für RTL? Klar. Aber warum so intensiv…? Möchte Chefredakteur Volker Schütz vielleicht eingeladen werden ins nächste Dschungelcamp…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Januar 2017

Über Schönheitswettbewerbe in der Werbung: Der große Mumpitz mit dem „Kreativradar“

Eine der hohlsten Angelegenheiten in der Werbung und ihrer Fachpresse ist das sogenannte „Kreativradar“, das der Leser in HORIZONT findet. Dort werden Werbeagenturen gerangreiht nach ihren Erfolgen bei Schönheitswettbewerben, im Branchenjargon „Creative Contests“ genannt. Dabei entsteht dann übers Jahr eine Hitparade der angeblich kreativsten Agenturen, was eine echte Luftnummer darstellt. Dagegen ist die Rangreihe bei jeder Wahl zu einer „Miss Kuhdorf“ seriöser.

Bärbel Unckrich hat eine „Sensation“ entdeckt – donni, donni aber auch! (aus: HORIZONT)

Ein Gleichnis: Wir kennen alle die Buch-Bestseller-Listen in den Medien. Die Reihenfolge der Erfolgsbücher ergibt sich aus den Verkaufserfolgen der Werke. Und nun stellt Euch mal vor, ein Medium macht eine neue Rangliste der Bücher, und zwar nach der Kreativität des Inhaltes und worüber diverse Juroren im In- und Ausland abgestimmt haben.

Lacht nicht, liebe Lesergemeinde, denn so ähnlich ist es beim „Kreativradar“: Die Agenturen werden nicht nach ihrem Erfolg am Point of Sale gelistet, sondern am Point of Nail, um nur mal den Nagel-Wettbewerb des ADC als Exempel für Werbewettbewerbe anzuführen. Und die Juroren, die über die Kreativität deutscher Werbung entscheiden, stammen aus aller Herren Ländern, obwohl deutsche Werbung gar nicht in Cannes wirken soll, sondern in Bad Cannstatt und von einem Engländer oder Japaner nur schwerlich beurteilt werden kann. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Januar 2017

Warum ein Bulle via Facebook den Spießer anrempelt

Ein ADC-Mitglied hat auf einen Blog-Eintrag von Spießer Alfons reagiert. Nein, nicht hier auf diesem Blog, sondern bei Facebook. Der Mann heißt Hans-Joachim Berndt, genannt „Bulle“, und ist als bekannter Werbefilmer und ADC-Mitglied eine Person der Öffentlichkeit in der Werbebranche. Und darum erlaubt sich der Spießer, auf den Dialog, den Bulle und Spießer bei Facebook geführt haben, aus gegebenem Anlass hinzuweisen.

Abb. Horizont

Der Grund für den Kommentar bei Facebook, so vermutet der Spießer, ist, dass „Bulle“ Berndt sich bei HORIZONT beliebt machen möchte, alldieweil Redakteurin Bärbel Unckrich  doch so freundlich gewesen ist und über seinen Versuch berichtet hat, den Vorstandsposten beim ADC zu übernehmen, was leider nicht geklappt hat, wie Mehrdad Amirkhizi hernach verkündet hat.

Ach ja, und dass Spießer Alfons beim ADC nicht sonderlich beliebt ist, lässt sich denken, obwohl der einstige Sprecher Sebastian Turner den Spießer dermaleinst sogar als Berater der Award-Juroren nach Berlin eingeladen hatte, weil die Damen und Herren damals häufig Plagiate prämiiert hatten.

So, und nun der Dialog zwischen ADC-Bulle und Spießer Alfons auf FacebookWeiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. Januar 2017

Dritter Chefredakteur bei HORIZONT ersetzt die Kolumne von Spießer Alfons durch eine Eigenanzeige

Schon vor geraumer Zeit hat HORIZONT, die Zeitung für Marketing, Werbung und Medien, einen weiteren Chefredakteur bekommen, und zwar aus Kostengründen. Sein Name ist geheim und lautet Adam. Genauer: Adam Riese. Und das ist, wie der Leser sich selber ausrechnen kann, ein Pseudonym.

Adam Riese soll neben Volker Schütz und Uwe Vorkötter als redaktioneller Zahlmeister dazu beitragen, dass die Zahlen bei HORIZONT stimmen. Womit nicht nur die Seitenzahlen des Blattes gemeint sind, sondern auch die Zahl der Köpfe. Eingesetzt wurde der geheime Chefredakteur nach spießiger Vermutung von der Sprecherin des Verlages, deren Name dem Spießer entfallen ist, weil Alfons ein schlechtes Zahlengedächtnis hat und sich kleine Nummern einfach nicht merken kann.

HORIZONT 1/2017: Eine Eigenanzeige an Stelle der Kolumne von Spießer Alfons. Wahrlich: ein echter Leserservice.

In Frankfurt hat Adam Riese zuerst einmal nachgerechnet, dass das Honorar für die Seite von Spießer Alfons zu hoch ist, obwohl die Summe schon vor  zwei Jahren aus Kostengründen um rund 50% gekürzt worden war. Aber Alfons ist damals standhaft geblieben und hat auch zum halben Honorar seine ganze Seite weiterhin wöchentlich geschrieben. Denn der Spießer versteht sich als Sozialarbeiter, der  nicht für den reichen Verlag gearbeitet hat, sondern für seine langjährige Lesergemeinde. 😉

Doch dann zog Chefredakteur Adam Riese plötzlich die Rote Karte aus seinem Ärmel und erklärte dem Spießer mit einem Schreiben aus heiterem Himmel, dass das Thema Printwerbung in HORIZONT nicht mehr vorrangig zu behandeln ist, weshalb man die spießige Kolumne eliminieren will. Das Resultat ist aktuell zu sehen in Heft 1/2017: Der Verlag hat die letzte Seite, wo früher Spießer Alfons gestanden hat, gefüllt mit einer ganzseitigen Eigenzeige – wenn Ihr Eure Pupillen bitte mal auf diese Annonce bewegen wollt, liebe Lesergemeinde! Das ist wirklich ein echter Ersatz für den HORIZONT-Abonnenten, der hier quasi für eine Anzeige statt für die Kolumne von Spießer Alfons zahlen muss. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Januar 2017

Leserkommentare für den HORIZONT-Chefredakteur Uwe Vorkötter, der die Kolumne „Spießer Alfons“ eingestellt hat mit der Begründung, dass Print in seinem gedruckten Blatt an Bedeutung verloren habe

Ob HORIZONT, die Zeitung für „Marketing, Werbung und Medien“ in Zukunft noch Anzeigen drucken wird, weiß Spießer Alfons nicht. Er weiß aber, dass Printwerbung – ob Anzeigen oder Plakate – für die Redaktion an Bedeutung verloren haben, so Chefredakteur Dr. Uwe Vorkötter. Dass ausgerechnet ein Print-Werberträger sich von Print mehr oder weniger entfernen will, spricht Bände. Und hier kommentieren ein paar Leser die Einstellung der Kolumne von Spießer Alfons in HORIZONT:

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Januar 2017

Der Art Directors Club für Deutschland (ADC) entlarvt sich nun selber: Jan Böhmermann wird Ehrenmitglied

Gegen Ende des vorangegangenen Jahres gab der Art Directors Club für Deutschland (ADC) bekannt: „Jan Böhmermann wird Ehrenmitglied“. Zur Begründung konnte man bei HORIZONT lesen: „Der Satiriker erhält die Auszeichnung, weil er mit TV-Beiträgen wie ‚Varoufake’, dem Erdoğan-Schmähgedicht oder ‚Ich hab Polizei’ immer wieder zeige, ‚wie Mut und Kreativität die Welt ein kleines bisschen verändern können.’“ Weiter im Wortlaut: „Laut der offiziellen Jurybegründung des ADC demonstriere Böhmermann mit seiner Arbeit stets aufs neue, welche Macht Kreativität haben kann.“

Jan Böhmermann (Bild: ZDF)

Was den Mut und die Kreativität von Jan Böhmermann betrifft, mit der er die Welt ein bisschen verändert hat, so muss man wissen: Der Textdichter Jan Böhmermann lebt und arbeitet in Ankara, wo er im türkischen Fernsehen mit schmähenden Versen auf Präsident Recep Tayyip Erdoğan aufgetreten ist. Mit diesem unbändigen Mut und seiner unerschöpflichen Kreativität hat Böhmermann die politische Lage in der Türkei allein durch die Kraft seiner Verse ein kleines bisschen verändert: Der „Ziegenficker“ Erdoğan wurde vom Volk wegen Sodomie abgewählt und der Spötter Jan Böhmermann zu seinem Nachfolger erkoren und gleichzeitig zum kreativen Ehrenbürger von Dönerland ernannt.

Voranstehender Absatz ist natürlich getürkt. Die Wahrheit ist allgemein bekannt und nicht ganz so mutig. Und als Rückendeckung steht hinter Böhmermann sein Auftraggeber das ZDF, also eine öffentlich-rechtliche Anstalt in Deutschland. Und wer darüber nachdenkt, warum der ADC auf die Idee gekommen ist, ausgerechnet Jan Böhmermann zum Ehrenmitglied zu machen, der wird eine Antwort von Spießer Alfons bekommen und also lautend: Jan Böhmermann ist als Person der Öffentlichkeit ein willkommenes Zugpferd für den ADC, das dieser sich vor den eigenen Werbekarren spannen will, um Beachtung zu finden –  mit (erhoffter) publizistischer Hilfe von ZDF und anderen Medien.

Wer die Werbeszene beobachtet, der weiß es schon lange: Der Hype um den ADC ist Vergangenheit. Weil der Club der verhinderten Künstler sowohl von Werbern als auch von der Werbung treibenden Wirtschaft nicht mehr so beachtet und ernstgenommen wird, wie Vorstand und Mitglieder es sich erträumen. Darum scheut der ADC offenbar vor nichts zurück, wenn es darum geht, sich wieder mal ins Rampenlicht zu schleichen. Spießer Alfons blickt in die Zukunft und sagt voraus: Als nächstes Ehrenmitglied wird man Donald Trump benennen mit der Begründung, dass der Mann gezeigt hat, dass ein Chauvi mit Geld die Welt verändern kann. Denn ADC ist schließlich die Abbreviatur von: Ansammlung Darstellender Chauvinisten. 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Januar 2017