Schlagwort-Archiv: Gauloises

Gauloises: Hals- und Raucherbeinbruch

Dass Rauchen nicht nur tödlich ist, sondern auch das Gehirn vernebelt, sehen wir an einem weiteren Corpus Delcti, das die Werber uns auf einem Poster für Gauloises demonstrieren: Zwei Gauloises-Raucherinnen sitzen bzw. stehen auf einem Motorroller und fahren damit am Strand eines Gewässers.

Der Werbetext dazu lautet: „Sturmtief, Stimmungshoch, volle Fahrt voraus. Vive le Moment“. Spießer Alfons hingegen sieht in dieser Darstellung: Unfug, Leichtsinn und volle Fahrt voraus ins Krankenhaus.

Wie der Spießer schon mehrfach geäußert hat: Werbung für Tabak ist Beihilfe zum Suizid. Das Gute: Während der Fahrt rauchen die beiden Frauen wenigstens nicht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Juni 2017

Gauloises: Todesanzeige per Plakat

„Tell a story!“ Das ist ein wichtiges Gebot für jeden Werbedichter, der den Konsumenten für ein Produkt oder eine Dienstleistung gewinnen will. Wenn das mit einem TV-Spot oder Film im Internet geschehen soll, dann muss ein Buch zum Film verfasst werden, sprich: Storyboard. Und wenn es in Print, also per Anzeige oder Plakat passieren soll, dann wird die Story direkt auf das Werbemittel gedruckt und sollte ziemlich kurz sein, um gelesen zu werden.

Der Textdichter für Gauloises hat eine Geschichte mit einem Bild und zwölf Wörtern verfasst und damit einen Anschlag auf den Verbraucher verübt. Und dieser Plakatanschlag ist sehr eindrucksvoll – siehe die Abbildung!

Die Story ist eine Tragödie. Trauriger als die Geschichte von Romeo und Julia und dramatisch wie die Story von Bonnie und Clyde oder die Liaison zwischen Kate Moss und Pete Doherty. Wir sehen im Bilde ein junges Paar, das auf dem Gehweg tanzt. Dazu die Story: „Neue Liebe, wiedervereint, neues Feuer. Vive le Moment Gauloises – Rauchen ist tödlich.“

 Glück, das für einen kurzen Moment gelebt wurde, bis dass der Tod durch Krebs sie geschieden hat. Das ist wirklich eindrucksvoll und erinnert an Eric Segals weltberühmte „Love Story“, findet Ihr nicht? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. März 2017