Schlagwort-Archiv: Bild-Zeitung

BILD-Zeitung: Geschäft mit Briefmarken für Dummies

Briefmarkensammler, auch Philatelisten genannt, haben schon lange erkannt: Beim Sammeln von Postwertzeichen verdienen nur zwei, nämlich die Post und der Briefmarkenfachhandel. Das Sammeln von Briefmarken ist eine Leidenschaft. Und der Sammler, der seine „Schätze“ dann später mal bei einem Händler verkaufen will, der muss dann schmerzhaft erkennen: Es war eine Leidenschaft, die Leiden schafft. Weil ein Sammler mit Briefmarken kein Geld mehr verdienen kann; und die Preise im Michel-Katalog sind Mondpreise. Kurzum: Briefmarken der Deutschen Post aus den vergangenen 70 Jahren sind zum Teil weniger wert als der Preis, der auf den Marken aufgedruckt ist.

Und dann gibt es noch einen Verlag, der aktuell ins Briefmarkengeschäft mit eingestiegen ist: Axel Springer mit der BILD-Zeitung. Die Bouelevard-Postille bietet ihren Lesern „11.111 Bögen exklusiv mit Anpfiff für das Briefmarekn-Wunder von Bern“ – siehe die Abbildung! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Dezember 2017

Welche Sau interessiert dieses Exklusiv-Foto?

Heute bringt die BILD-Zeitung ein „Exklusiv Foto von Hotel-Suite No 32135“ mit der Schlagzeile: „Von hier schoss der Vegas-Killer“ – siehe die Abbildung! Darauf ist die Redaktion offensichtlich wahnsinnig stolz, doch der Spießer fragt sich: Welchen normalen Menschen interessiert dieses Foto?!

Frage: Hat jemand von Euch ein Interesse an diesem Foto? Dem Spießer ist es völlig schnuppe, aus welchem Hotelfenster der Killer geschossen hat. Ob es das Zimmer- oder Klofenster des Hotels gewesen ist, das ist doch scheißegal. Alfons möchte viel lieber wissen, warum es das US-Waffengesetz immer noch erlaubt, dass Menschen sich bewaffnen dürfen und zu Killern werden.

Sollte die Redaktion von BILD für dieses Foto auch noch exklusiv viel Geld bezahlt haben, so ist jeder Dollar dafür zuviel ausgegeben. Das Geld hätte man lieber den Opfern spenden können.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Oktober 2017

„Bild“ ist der einzige Papagei am Kiosk, der Bescheid weiß

Stellt Euch vor, liebe Freunde der Werbung, ein Automobilhersteller würde eine Imagekampagne für seine Marke gestalten und schalten. Und in dieser Kampagne kommt zum Ausdruck: „Wir bringen die Innovationen, alle anderen Autohersteller kopieren unsere Ideen.“ Wobei das nicht nur ein Autohersteller sein könnte, der so etwas behauptet, sondern auch ein Produzent von Handys, Computern oder sonst was. Oder der Verlag einer Tageszeitung.

So etwas wäre eine eigene Profilierung unter Herabsetzung aller Wettbewerber. Und ohne Beweisführung so albern wie ein sprechender Papagei, dessen Stimme im TV-Spot synchronisiert wurde.

Die neue Imagekampagne der „Bild“-Zeitung ist der Grund für die Eingangsbemerkung des Spießers: Hier wird mit mit Hilfe von Papageien zum Ausdruck gebracht, dass „Bild“ offenbar die einzige Zeitung ist, die Bescheid weiß, und dass alle anderen Medien nur nachplappern, was „Bild“ vorgeplappert hat.

Die Metapher im Werbebild hinkt natürlich wie ein einbeiniger Ara. Denn auch die „Bild“-Redaktion, die angeblich Bescheid weiß, wird symbolisiert durch einen Papagei. Tipp des Spießers an die Werbeagentur Jung v. Matt: Nehmt als Synonym für „Bild“ doch besser einen Pfau!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. September 2017

Zwei Themen, die Alfons mal ansprechen muss

aus: BILD online

Wie Alfons erst jetzt gesehen hat, fragte die BILD-Zeitung schon vor einigen Tagen: „Denken Sie immer noch, Tracht ist was für Spießer?“ Und zum anderen hat der Spießer einen Werbebanner im Internet gefunden, auf dem „Bulo for President“ gefordert wird. Zwei Themen von Bedeutung, weshalb Spießer Alfons darauf eingeht.

Zum einen: Ja, Alfons denkt immer noch, dass Tracht was für Spießer ist – es sei denn, es wäre eine Tracht Prügel. Aber wenn Alfons sich das entsprechende Bild vor Augen führt – siehe die Abbildung links! –  dann fragt er die BILD-Redaktion: Woraus resultiert Eure Frage? Vielleicht aus Voreingenommenheit gegenüber einem Spießer…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. August 2017

BILD und die Fake News auf der Titelseite

Heute finden wir auf der Titelseite der BILD-Zeitung eine kleine Meldung – siehe die Abbildung! Dort wird nichts berichtet über die Geschäfte der Commerzbank in den nächsten Jahren, sondern dort erfährt der Leser, dass die Commerzbank mit der Schließung von vielen Bankfilialen rechnet, und zwar bei der Konkurrenz.

aus: BILD-Zeitung

Im Konjunktiv, also der Möglichkeitsform, ist dort auch vermerkt: „30 Mio. Bankkunden könnten ihre Filiale verlieren“, so der „Tagesspiegel“.

Mit dieser Prognose stellt eine Bank sich ins Rampenlicht, indem sie die Wettbewerber in den Schatten stellt und den Kunden anderer Geldinstitute pauschal Angst einflößt. Und die Zeitung ist auch noch so kritiklos, so etwas zu drucken. Oder –  ist das womöglich bloß eine redaktionell gestaltete Werbung der Commerzbank, wo man vergessen hat, das Wörtchen „Anzeige“ drüber zu setzen…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Juli 2017

Schönfärberei: Wie BILD die Wahrheit verfälscht

BILD, die Größte auf dem Boulevard, hat gerade ihren 65. Geburtstag gefeiert und könnte nun eigentlich in  den Ruhestand gehen. 😉 Und zum Geburtstag gab es nicht nur „BILD für alle in 41 Millionen Haushalten“, sondern auch die Titelseite der Erstausgabe gab es, und zwar im Nachdruck. Beides reklamiert Spießer Alfons mit Nachdruck.

Zum einen hat der Spießer und BILD-Abonnent die Gratis-Ausgabe nicht bekommen – weder in seinem privaten Haushalt noch in den Briefkasten seines Büros. Vielleicht ist das die Strafe dafür, dass Alfons mal erwähnt hat, dass BILD zur Zeit, als Spießer Alfons noch die Werbeleitung des Blattes in Händen hatte, die Auflage sich bei rund 5 Millionen bewegt hat, und zwar täglich…? 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Juni 2017

Warum Friede Springer besser keinen Opel fahren sollte

Das Image von Opel war in Vergangenheit so, wie Opel sich nicht gern selber gesehen hat, auch wenn die Marke dadurch teilweise zum Kult geworden ist – siehe: Opel Manta! Doch der Spruch aus dem Volksmund, der da lautet: „Jeder Popel fährt’n Opel“ mit der Vorstellung, dass der Opel-Fahrer von älterem Semester ist, Hosenträger trägt und auf seiner Hutablage die berühmte Klorolle im Häkellook liegen hat, dieses Image war den Marketingern des Autobauers natürlich ein Dorn im Auge.

aus: Bild-Zeitung

In den letzten Jahren hat Opel nicht nur mit neuen Modellen gepunktet, sondern auch mit seiner possitven Werbung dazu beigetragen, dass sich das Image der Marke verändert hat, und zwar hin zum guten.

Und nun kommt „Bild“ und macht mit einem Wort kaputt, was Opel sich aufgebaut hat. Das Wort lautet: „Opel-Opa rammt Biker (27)“. In dieser Überschrift fehlt nur noch die Altersangabe des Fahrers, der 73 Jahre alt ist.

Dieser Unfallbericht ist nicht sonderlich spaßig, aber als Leser fragt man sich doch, ob jeder ältere Autofahrer tatsächlich als „Opa“ bezeichnet werden kann. Oder könnt Ihr Euch vorstellen, liebe Lesergemeinde, dass „Bild“ über seine Verlegerin im Blatt schreiben würde: „Oma Friede schlürft Schampus“? Immerhin ist die Dame ein Jahr älter als der „Opel-Opa“.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Mai 2017

Ach, Du dickes Ei! Falscher Hase in der Reklame von BILD!

Einer Boulevardzeitung sagt man nach, dass sie mit reißerischer Schlagzeile aufmacht. Und hinter der Sensation, die damit verkündet wird, steckt mitunter nur heiße Luft, weil die Wahrheit weniger werbewirksam ist, um damit viele Käufer anzulocken.

Und wer an Boulevardzeitung denkt, der denkt an BILD, die größte auf dem Boulevard. Zu Zeiten, als Spießer Alfons noch Werbeleiter der BILD-Zeitung gewesen ist, da verkaufte das Blatt rund 5 Millionen Exemplare. Heute weniger als die Hälfte plus die Abos im Internet. Aber BILD ist in seiner Berichterstattung, was die Verbreitung von Sensationen betrifft, sehr viel verhaltener geworden als früher einmal. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. April 2017

Dieter Bohlen sucht den Superstar und verwechselt dabei zwei Superstars

Deutschlands Größte auf dem Boulevard bringt ihren obligatorischen Werbebeitrag für die heutige RTL-Sendung, in der Juror Dieter Bohlen den Superstar sucht. Und wenn Ihr Euch den Beitrag anschaut, dann werdet Ihr erkennen: Der Pop-Titan verwechselt zwei Superstars. Und BILD hat offenbar auch keine Ahnung.

aus: BILD-Zeitung

Die Rede ist von Lupo und Goofy. Und Lupo, so wissen wir, hat weder mit Micky Maus etwas zu tun, wie Dieter Bohlen meint, denn Lupo ist ein Superstar von Rolf Kauka, der diese Figur im Rahmen seiner Fix & Foxi-Reihe gezeichnet hat. Und diesen Lupo verwechselt Bohlen mit Goofy, dem Superstar von Walt Disney. Und in der BILD-Redaktion weiß man es offenbar auch nicht besser.

Aber ist es nicht höchst interessant, worüber Dieter Bohlen sich mit seiner Ex „nächtelang“ (!) gestritten hat?! Spießer Alfons kann es sich richtig vorstellen, wie das Paar dort im Bett gelegen hat, und darüber diskutiert hat, was Goofy für ein Tier ist. 😉 Vermutlich hat die Ehe wegen dieses Streits nur vier Wochen (= 30 Nächte!) gehalten, weil es in der nächtelangen Auseinandersetzung um etwas Grundsächliches zwischen Mann und Frau gegangen ist, nämlich um die tierische Frage, ob Goofy ein Hund ist und Lupo möglicherweise etwa anderes oder vielleicht auch umgekehrt.

So, und nun mal im Ernst: Wenn der Leser über den Inhalt dieses BILD-Berichts nachdenkt, dann fragt er sich doch ernsthaft: Wer hat hier eigentlich tatsächlich ein Porzellan-Defizit, sprich: nicht alle Tassen im Schrank? Gab es wirklich keinen besseren Aufhänger, mit dem man redaktionelle Werbung für die heutige Ausstrahlung hätte machen können…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Januar 2017

VW-Werbung: Zwischen Wunschdenken und nackter Realität liegen mitunter nur 4 Tage

Am 30. Dezember 2016 hat Volkswagen in der BILD-Zeitung eine ganze Anzeigenseite geschaltet. Die Headline: „Jeder einzelne Kunde ist uns wichtig“ – siehe die Abbildung! Das ist ein großes Wort, das allerdings flacher ist als eine Flunder. Denn, so fragt der Spießer: Welche Firma in Deutschland würde nicht von sich behaupten, dass jeder einzelne Kunde für das Unternehmen wichtig ist?! Wer das extra anzeigen muss, der muss schon einen Grund dafür haben. Und dieser Grund dürfte bekannt sein. Soviel zur VW-Anzeige. Da muss man das Kleingedruckte gar nicht mehr lesen.

Nach der Werbung folgt der redaktionelle Teil: Heute, also fünf Tage nach Erscheinen der Anzeige, lesen wir auf der Titelseite derselben Boulevardzeitung: „Trotz Diesel-Skandal kassiert Winterkorn seit Neujahr 3100 Euro Rente am Tag!“ Damit hat die Realität dem Versuch das Konzerns, sein Image wieder aufzupolieren, einen herben Dämpfer verpasst, findet Ihr nicht, liebe Lesergemeinde?

Der heutige Aufmacher der BILD-Zeitung dürfte ein ziemlicher Schlag für das Unternehmen bedeuten. Denn das wird auch den Menschen und VW-Kunden in Erinnerung bleiben, die selber 3100 Euro Rente mit Arbeit verdienen – allerdings im Monat. Da unterscheidet der Mann auf der Straße durchaus zwischen dem Geld, das ein Fußball-Profi in der Bundesliga kassiert, und dem, was ein Rentner abkassiert, der als Manager für den größten und teuersten Automobil-Skandal verantwortlich ist, den es in Deutschland jemals gegeben hat.

Spießer Alfons ist gespannt wie eine Wäscheleine auf die nächste Anzeige, die VW in BILD schalten wird! 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Januar 2017