Kategorie-Archiv: Gesellschaftskritik

Wer möchte wirklich, dass es ihm viel zu gut geht…?

Wenn Eltern sich über Kinder äußern mit dem Satz: „Es geht euch einfach viel zu gut!“, dann bedeteut das: Weil ihr keine Probleme habt, leidet ihr an euch selbst. Oder anders ausgedruckt: Wohlstand allein macht noch lange nicht glücklich. Corpus Delicti: Laut Studien von Glücksforschern zählen wir Bewohner der G-8-Staaten sogar zu den traurigsten Menschen der Welt.

Seat schreibt in in der Headline seiner Anzeige: „Heutzutage haben es Teenager doch einfach viel zu gut.“ Und dann wird „Teenager“ durchgestrichen und durch „Eltern“ ersetzt, was meint: Teenager haben es nicht viel zu gut, sondern die Eltern derselben. Das allerdings nur, wenn sie den neuen Seat Leon ST besitzen. Und deshalb kann Spießer Alfons von diesem Auto bloß abraten!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Juni 2017

Werbung & Wahrheit: Wie Frauen ihre Orangenhaut wirklich beseitigen können

aus: BUNTE

„Bye, bye, Orangenhaut!“ So schrieb es kürzlich die BUNTE. Und die Klatschpostille zeigte ihren Leserinnen eine Reihe von Produkten aus Drogerie und Parfümerie, mit denen Evas Töchter „der Delle auf die Pelle rücken“ können. Das beginnt schon mit ca. 7 Euro und dem „Staffmacher“ von Dove und endet bei ca. 54 Euro mit dem „Dellen-Work-Out“ von Clarins.

Meinung von Spießer Alfons: Alles Humbug. Denn würde es ein Mittel geben, dass Cellulite tatsächlich beseitigt, dann würde wohl keine Frau mehr unter Organgenhaut leiden müssen. Solche Produkte aber gibt es nicht, weder für 7 Euro noch für 54 Euro. Die zuletzt von  der Stiftung Warentest untersuchten Produkte jedenfalls waren nicht die Bringer für makellose Haut an den Oberschenkeln. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Juni 2017

Das 8. Weltwunder sieht Spießer Alfons täglich

Zu den 7 Weltwundern reiht sich in den Augen des Spießers ein 8., und zwar: Junge Frauen und Mädchen, die in zerrissenen Hosen rumlaufen! Nicht nur, dass sie sich ihre Jeans selber zerreißen, sondern sie holen sich solche kaputte Hosen tatsächlich aus der Boutique und bezahlen sogar noch Geld dafür. Warum…?

Dieselben jungen Damen laufen weder mit zerfetzter Bluse durch die Gegend noch in zerrissenen Schuhen oder Strümpfen. Und zuhause leben sie vermutlich auch nicht mit abgerissener Tapete an den Wänden oder auf zerrissenem Teppich. Warum nicht…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Mai 2017

Woher wissen Fachmedien, ob ein Mitarbeiter sich bei einer anderen Firma beworben hat oder abgeworben wurde?

Das Abwerben von Mitarbeitern war früher einmal grundsätzlich verboten. Weil es dazu führen kann, dass Firmen leitende Leute bei Wettbewerbern mit viel Geld zum Jobwechsel geködert haben. Und diese Abwerbung passierte allein deshalb, um den Wettbewerber zu schwächen oder an deren Geschäftsgeheimnisse zu kommen. Und wenn der leitende Mitarbeiter dann gewechselt hatte, wurde er, nachdem er „ausgepackt“ hatte, schon bald darauf kaltgestellt, weil die Firma seine Arbeitskraft eigentlich gar nicht benötigt hatte. Das einfach mal so grob gesagt.

Quelle: turi2/Horizont

Ob Mitarbeiter sich selber bei einer anderen Firma beworben haben oder abgeworben wurden, war schon in Vergangenheit nicht leicht nachzuweisen. Und als dann später die Headhunter dazu kamen, deren Geschäft die Abwerbung ist, wurde dieses Thema auch vor Gerichten aufgeweicht, wobei der Nachweis einer Abwerbung zwecks Schädigung des Wettbewerbers immer noch zur Verurteilung führen kann. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Mai 2017

Begriffe aus Marketing & Werbung in spießiger Definition

見ざる、聞かざる、言わざる

Jede Branche hat ihre eigenen Fachbegriffe. Das beginnt bei den Ärzten, die sich der lateinischen Sprache bedienen, und setzt sich fort in Marketing und Werbung, wo die Werktätigen nach englischen Vokabeln suchen, um etwas zum Ausdruck zu bringen, das von Lieschen Müller & Otto Normalverbraucher nicht verstanden werden soll.

Da es auf dem Blog von Spießer Alfons um Marketing und Werbung geht, sollen auch diejenigen Leser dafür Verständnis aufbringen, die zwar Zielgruppe der Werbung treibenden Wirtschaft sind, dabei aber nur wahrnehmen, was sich vor ihren Augen abspielt, und nicht das sehen, was hinter den Kulissen gespielt wird.  Im Verborgenen wird dort nach Regeln gezockt, die mit Fremdwörtern verschlüsselt sind, damit der gemeine Konsument nicht durchschaut, dass er nur noch eine Figur auf dem Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spielfeld der Werbung darstellt und längst zur lebenden Marionette des Marketing geworden ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Mai 2017

Katzen-Content: Wo das Menschenleben für die Katz‘ ist

Was uns Menschen von den Tieren unterscheidet: Der Mensch isst vom Teller, das Tier frisst aus dem Napf. In der Werbung sieht das freilich anders aus: Da futtern die Menschen ihr Fastfood aus einer Pappbox. Und die Katzen speisen Meeresfrüchte & Hühnchen vom Teller – sogar mit Unterteller! Und der Spießer bekommt beim Betrachten akuten Brechreiz, obwohl er selber ein Tierfreund ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Mai 2017